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Was die Coronakrise für Dividendenwerte bedeutet

Carsten Roemheld

Carsten Roemheld - Kapitalmarktstratege Fidelity International

Es vergeht gerade kaum ein Tag, ohne dass ein Unternehmen ankündigt, seine Ausschüttung deutlich zu kürzen oder ganz zu streichen. Dennoch spricht weiterhin einiges für Dividendenwerte. Wer die Dividendenlandschaft differenziert betrachtet, findet auch jetzt noch Chancen. Und unabhängig von der diesjährigen Gewinnbeteiligung sind gute Dividendenwerte oft besser in der Lage, der aktuellen Krise standzuhalten.

Welche Kräfte auf Dividenden wirken

Rund ein Drittel der Weltbevölkerung lebt aufgrund des Coronavirus inzwischen mit Ausgangssperre und Kontaktverbot. Darunter leidet die Wirtschaftsaktivität - und somit auch der Cashflow, den Unternehmen in Form von Dividenden an ihre Aktionäre weitergeben können. Um keinen Zahlungsausfall auszulösen, haben Zins- und Rückzahlungen an Anleihehalter Priorität vor der Ausschüttung an Aktionäre.

Die Einschnitte bei der Gewinnbeteiligung fallen je nach Branche und Region jedoch ganz unterschiedlich aus. In China etwa haben eine Reihe großer Unternehmen ihre Dividende zuletzt sogar erhöht. Darüber hinaus wirken noch weitere Kräfte auf die Dividendenstrategie der Unternehmen:

  • Unsicherheit: Schrumpft die Dividende in Zeiten, da die Wirtschaft insgesamt brummt, ist das ein Alarmsignal für Anleger. Steckt die Wirtschaft jedoch in der Krise, gehört die Kürzung der Ausschüttung oft zur verantwortungsvollen Unternehmenssteuerung. Auch im aktuellen Umfeld kann eine Aussetzung der Dividende einem Unternehmen helfen, den Stillstand der Wirtschaft durch die Pandemie zu überbrücken und es sogar langfristig zu stärken. Die Dividendenkürzung ist also häufig auch im Interesse der Anleger.
  • Regulierung: Viele Unternehmen, die in der Krise staatliche Hilfe akzeptieren oder eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung der Wirtschaft spielen, werden nun aufgefordert, vorerst auf Zahlungen an die Aktionäre zu verzichten. In den USA etwa verbietet das über zwei Billionen Dollar schwere CARES-Gesetz den Kreditnehmern ausdrücklich, innerhalb von zwölf Monaten nach Rückzahlung der Schulden Aktienrückkäufe oder Dividendenzahlungen vorzunehmen.
  • Logistik: In der Regel ist die Zustimmung der Aktionäre nötig, um eine Dividende auszahlen zu können. Hauptversammlungen können derzeit jedoch nicht wie gewohnt stattfinden. Einige Aufsichtsbehörden wollen nun auch virtuelle Hauptversammlungen ermöglichen, jedoch dürfte es in vielen Fällen zu Verzögerungen kommen.

Gute Dividendenwerte bieten oft Schutz in der Krise

Die Entwicklung der Dividenden hat zwei Dimensionen: das Ausmaß der kurzfristigen Kürzungen und die erwartete Erholung. Branchen, die sich im aktuellen Umfeld als relativ widerstandsfähig erweisen, könnten ihre Dividenden sogar weiter steigern. Dazu zählt etwa die Gesundheitsbranche. Andere, darunter die Banken- und Rohstoffbranchen, werden ihre Ausschüttungen radikal einkürzen.

Für gut aufgestellte Industrieunternehmen mag eine Dividendenkürzung in der aktuellen Situation sinnvoll sein. Werden die pandemiebedingten Einschränkungen gelockert, könnten sich diese Unternehmen und ihre Dividenden aber ebenso schnell wieder erholen.

Unternehmen, die vor der Krise zu großzügig waren, könnten die Situation jetzt nutzen, um ihr Ausschüttungsniveau langfristig neu zu definieren. Auch deshalb ist es in jeder Marktphase wichtig, unter Dividendenwerten solche mit einer soliden Kapitalstruktur und einer starken Wettbewerbsposition auszuwählen, die langfristig denken.

Genau diese Charakteristika - eine geringe Verschuldung und eine starke Marktposition, die es Unternehmen erlaubt, sich schnell von der Krise zu erholen - macht Dividendenwerte auch attraktiv, wenn die Ausschüttungen gerade etwas magerer ausfallen. In den nächsten Monaten gilt es mehr denn je, den Markt differenziert zu betrachten. Denn Chancen gibt es weiterhin.

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