Viele Arbeitnehmer übersehen, dass sie vermögenswirksame Leistungen in Anspruch nehmen könnten. Dabei spendieren viele Chefs freiwillig Geld für die eigene Vorsorge und der Staat legt teilweise noch eine Sparprämie drauf. Aus den Beträgen lässt sich ein kleines Vermögen machen – wenn man es richtig anstellt.

Manchmal liegt das Geld auf der Straße – und wartet nur darauf, dass es jemand aufhebt. Glauben Sie nicht? Nun: In etwa so ist es mit den sogenannten vermögenswirksamen Leistungen auch unter ihrem Kürzel VL bekannt. Konkret sind Zuschüsse von bis zu 40 Euro im Monat drin, die Arbeitgeber ihren Mitarbeiten zusätzlich zum Gehalt zahlen, um damit zu sparen. Wer bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreitet, kann vom Staat noch einen weiteren Obolus dazu bekommen.

Rund 20 Millionen Menschen in Deutschland haben Anspruch auf die Sparzulage vom Chef. Doch nur 13 Millionen machen davon tatsächlich Gebrauch. Fast jeder zweite berechtigte Arbeitnehmer verzichtet somit auf bares Geld, zeigt eine aktuelle Analyse des Research Center for Financial Services. Anders gesagt: Jedes Jahr lassen Mitarbeiter in Summe fast 1,6 Milliarden Euro liegen, die sie zum Beispiel für die eigene Altersvorsorge verwenden könnten.1

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Das richtige Produkt ist entscheidend

Viele Arbeitnehmer unterschätzen den Effekt, den kleinste Sparbeträge mit der Zeit entfalten können. Selbst wenn sie nur das gesetzliche Minimum von 6,65 Euro monatlich über VL ansparen, kann das Vermögen über ein Berufsleben von 40 Jahren auf insgesamt 25.747 Euro anwachsen. Das zumindest zeigt die Studie. Schöpfen Arbeitnehmer die Höchstsumme von 40 Euro monatlich aus, können in vier Jahrzehnten sogar 154.868 Euro zusammenkommen.2

Damit die Rechnung aufgeht, ist die Strategie entscheidend. Bei VL entscheidet der Arbeitnehmer selbst, wie er sparen möchte. Als Klassiker gelten Bausparverträge oder auch Banksparpläne. Mitarbeiter können sich aber auch für Wertpapiersparpläne entscheiden. Diese bringen meist eine deutlich höhere Rendite – gespart wird hier über Renten-Multi-Asset- oder auch reine Aktienfonds.

In ihrer Rechnung gingen die Forscher vom Research Center for Financial Services vom Aktiensparen aus und rechneten mit einem jährlichen Wertzuwachs von sieben Prozent. Das entspricht in etwa der durchschnittlichen Rendite des deutschen Leitindex Dax über die vergangenen 30 Jahre. Ob Aktien-, Misch- oder Rentenfonds: Nicht jeder Fonds ist für die Sparzulage vom Chef zugelassen. Sparer sollten in jedem Fall vorab prüfen, ob ihr Fonds VL-fähig ist. 

Die Kosten im Blick behalten

Eine Möglichkeit dazu bietet der Fondsfinder von Fidelity. Er listet alle Produkte auf, die das VL-Sparen über Arbeitgeber unterstützen. Derzeit stehen rund 200 Fonds verschiedener Risikoklassen und Anbieter zur Wahl. Bei den dazu passenden VL-Sparplänen arbeitet Fidelity mit der FIL Fondsbank zusammen, die seit Oktober 2009 zur Unternehmensgruppe gehört. Kunden zahlen für den Sparplan-Service einen Euro im Monat, also zwölf Euro im Jahr.  

Hat sich der Mitarbeiter für einen Fonds entschieden, stellt er bei der Bank einen Antrag für die Eröffnung eines eigenständigen VL-Depots. Bei Fidelity ist dies das sogenannte Fondsdepot Plus. Wenn alle Unterlagen eingegangen sind, erhalten die Sparer ihre Vertragsunterlagen per Post. Ist der Arbeitgeber mit den Konditionen einverstanden, kann er die VL fortan direkt auf das jeweilige Fondsdepot überweisen.  

Vorsicht bei vorzeitiger Kündigung

VL-Verträge laufen in aller Regel sechs Jahre. Danach muss der Vertrag mindestens ein Jahr ruhen, bevor sich Mitar¬beiter das Ersparte auszahlen lassen können. Lösen sie den Vertrag vorzeitig auf, müssen sie die staat¬li¬-che Sparzulage zurückzahlen. Prämien zahlt der Staat für Bausparverträge, zur Tilgungen von Darlehen für selbst genutzte Immobilien oder eben für Wertpapiersparpläne. VL-Sparer müssen sie beantragen. 

Prämien im Blick

Wie hoch die staatliche Prämie ausfällt, ist abhängig vom Einkommen und vom Spar-Ziel: Für Bausparer und Immobilienbesitzer, die ein Baudarlehen abbezahlen, gibt es bis zu 470 Euro im Jahr, wenn das zu versteuernde Einkommen unter 17.900 Euro bei Singles beziehungsweise 35.800 Euro bei Ehepaaren liegt.3 Sparpläne auf Fonds lohnen sich für VL-Sparer besonders: Hier schießt der Staat 20 Prozent zu, die Prämie ist allerdings gedeckelt. Singles bekommen die Förderung für Beiträge von bis zu 400 Euro im Jahr, bei Paaren liegt das Limit bei 800 Euro jährlich. Das zu versteuernde Einkommen darf auch hier ebenfalls gewisse Grenzen nicht überschreiten. Sie liegen aber etwas höher als bei Bausparverträgen oder Immobilienkrediten: Alleinstehende Fondssparer dürfen maximal 20.000 Euro verdienen, bei Ehepaaren sind es 40.000 Euro.4

Fondssparpläne können Verluste machen, bieten aber auch mit Abstand die besten Renditechancen. Sparer können ihr Risiko senken, indem sie einen breit diversifizierten Fonds wählen, der das Geld auf verschiedene Länder, Branchen oder auch Anlageklassen verteilt. Selbst wenn der VL-Vertrag mitten in der Krise ausläuft und die Kurse gerade am Boden liegen, brauchen Sparer keine Angst zu haben. Sie müssen sich das Geld am Ende der Laufzeit nämlich nicht gleich auszahlen lassen, sondern können es auch weiter liegen lassen – bis sich die Börsen wieder erholt haben. 

Wichtige Informationen

Dies ist eine Werbemitteilung. Die hier gezeigte Grafik dient rein illustrativen Zwecken und ist keine Aufforderung zum Kauf eines oder mehrerer Fonds bzw. anderer Produkte. Eine Anlageentscheidung sollte in jedem Fall auf Grundlage der wesentlichen Anlegerinformationen, des letzten Geschäftsberichtes und – sofern nachfolgend veröffentlicht – des jüngsten Halbjahresberichtes einzelner Fonds getroffen werden. Diese Unterlagen sind die allein verbindliche Grundlage des Kaufes und können kostenlos bei der jeweiligen Fondsgesellschaft oder bei der FIL Fondsbank GmbH, Postfach 11 06 63, 60041 Frankfurt am Main oder über https://direct.fidelity.de/ angefordert werden. Diese Information darf ohne vorherige Erlaubnis weder reproduziert oder veröffentlicht werden. Fidelity, Fidelity International, das Fidelity International Logo und das F Symbol sind Marken von FIL Limited und werden mit deren Zustimmung verwendet. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Erträge.

Herausgeber für Privatkunden: FIL Fondsbank GmbH, Kastanienhöhe 1, 61476 Kronberg im Taunus. Herausgeber für den Bereich Betriebliche Vorsorge: FIL Finance Services GmbH, Kastanienhöhe 1, 61476 Kronberg. Herausgeber für professionelle Anleger und Vertriebspartner: FIL Investment Services GmbH, Kastanienhöhe 1, 61476 Kronberg im Taunus. Herausgeber für institutionelle Anleger: FIL (Luxembourg) S.A., 2a, rue Albert Borschette BP 2174 L-1021 Luxembourg. Zweigniederlassung Deutschland: FIL (Luxembourg) S.A. - Germany Branch, Kastanienhöhe 1, 61476 Kronberg im Taunus. Stand, soweit nicht anders angegeben: Oktober 2020. MK11662

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