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Bäumchen wechsel dich: Was tun mit alten Sparplanfonds?

Lutz Rodenberg

Lutz Rodenberg - Associate Director Marketing Deutschland, Fidelity International

Die Hochzeiten des Sparschweins sind lange vorbei. Wer heute etwas aus seinem Geld machen will, investiert am Kapitalmarkt. Viele Anleger entscheiden sich für Sparplanfonds, in die sie regelmäßig Geld einzahlen können. Allerdings verändern sich mit der Zeit die Sparziele und auch die Marktbedingungen. So manch fleißiger Sparer stellt dann nach einer Weile beim Blick ins Depot fest, dass seine Fonds gar nicht mehr zu den eigenen Interessen passen oder die Performance nachlässt. 

Anleger stehen dabei vor zwei Herausforderungen: Sie müssen ein passenderes Produkt finden. Und sie müssen entscheiden, was mit den Fondsanteilen aus dem alten Sparplan passieren soll: Halten, tauschen oder verkaufen? Hier gibt es kein richtig oder falsch. Wichtig ist, dass man sich die Möglichkeiten klarmacht und bewusst handelt.

Im Sparplandepot den Überblick behalten

Dazu ist es notwendig, regelmäßig eine sorgfältige Bestandsaufnahme zu machen. Mindestens alle sechs Monate sollten Anleger nach ihrem Depot sehen. So können sie feststellen, ob sich Schwankungen im Depot in einem vertretbaren Rahmen bewegen und behalten den Überblick über die Performance einzelner Fonds. Wer unsicher ist, ob Fonds das leisten, was sie versprechen, kann auch dem Urteil unabhängiger Ratingagenturen wie Morningstar vertrauen. Sie bewerten regelmäßig die Güte einzelner Fonds im Vergleich zu Wettbewerbern. Verschlechtert sich das Rating eines Fonds, ist es Zeit, den Sparplan zu überdenken.

Essentiell ist es auch, die eigene Risikobereitschaft und die Risikotragfähigkeit zu kennen: Welche Verluste kann ich verkraften?  Wann kann ich nachts nicht mehr gut schlafen? Beginnt das Herzrasen schon bei einem Minus von drei Prozent, oder werde ich erst bei minus 30 Prozent nervös? Und kann es sein, dass ich kurzfristig Geld aus dem Depot brauche? Oder kann ich auch mal eine Schwächephase aussitzen? 

Ebenso wichtig sind die Gewinnerwartungen. Denn je höher die Renditeziele sind, desto höher muss nun einmal die Risikobereitschaft sein. Wenn sich abzeichnet, dass eine Investition auf absehbare Zeit keine Erträge erzielt und es auf Dauer besser ist, bei einem Projekt die Reißleine zu ziehen, dann sprechen Experten von sogenannten versunkenen Kosten, den „sunk costs“. Gemeint ist: Manchmal ist es besser, sich von einem Fonds zu trennen, ohne sich dabei zu viele Gedanken darüber zu machen, wie viel Geld man früher einmal darin investiert hat.

Die Anlagestrategie der Fonds hinterfragen

Es kommt nicht nur auf die aktuelle Performance des Fonds an. Mindestens genauso viel zählt, was drin steckt. Star-Investor Warren Buffett hat einmal gesagt, dass er nur dann investiert, wenn er von der Geschäftsidee eines Unternehmens überzeugt ist. In der Vergangenheit war Buffett mit dieser Strategie überaus erfolgreich. Auch Privatanleger können davon lernen und ihr Depot durchaus eigenen Überzeugungen anpassen. 

Zum Depotcheck gehört gerade in Krisenzeiten auch ein Blick auf die Güte der Geschäftsmodelle einzelner Unternehmen und Sektoren. Sind Fonds im Sparplan aktuell beispielsweise noch stark in der Tourismusbranche investiert, könnten Anleger mit dem Gedanken spielen, nun einen Blick auf die Bereiche Bio-Tech und E-Commerce zu werfen. In den vergangenen Jahren hat außerdem die Klimabilanz von Unternehmen stark an Bedeutung gewonnen. Nachhaltig gemanagte Unternehmen sind nicht nur wichtig für die Umwelt, sondern bewiesen in turbulenten Zeiten zuletzt auch Krisenstärke.

Risiken streuen mit mehreren Fonds 

Es gibt also gute Gründe, sich von alten Fondsanteilen zu trennen. Aber nicht immer ist ein Umtausch oder Verkauf von Vorteil. Erstens kostet das Umschichten von einem Fond in einen anderen in der Regel Gebühren. Zweitens hilft ein breiter aufgestelltes Depot, Risiken bei der Geldanlage zu streuen und so insgesamt zu senken. Ältere Fondsanteile können dazu durchaus einen positiven Beitrag leisten, selbst wenn man sie nicht mehr weiter bespart. Eine andere Möglichkeit, Risiken per Sparplan zu streuen, bieten sogenannte Splittsparpläne. Dabei fließt der Beitrag nicht nur in einen, sondern gleich in zwei oder mehr Fonds. Anleger sollten nur aufpassen, dass sie sich nicht verzetteln. Sind zu viele unterschiedliche Fonds im Depot, droht statt Risikostreuung nämlich der Kontrollverlust. 

Kurzum: Mit klarer Strategie, aktuellem Überblick über die Inhalte des eigenen Depots und einer überschaubaren Menge an Sparplanfonds halten Anleger jederzeit Kurs. Wenn sie sich dann noch über das Marktgeschehen informieren, können sie selbstbewusst und selbständig ihre eigenen Anlageentscheidungen treffen.

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