Wie viele Fonds brauche ich eigentlich?

Die Frage stellt sich wohl jeder Anleger früher oder später: Brauche ich einen, zwei oder vielleicht noch mehr Fonds, um mein Portfolio gut aufzustellen? Einerseits streue ich mein Kapital breit und senke damit strukturell Risiken, wenn ich in mehrere Fonds investiere. Andererseits kostet jeder Fondskauf und jeder Wechsel Geld. Zudem wächst mit jedem Fonds die Gefahr, den Überblick zu verlieren. Ganz zu schweigen von der Zeit, die ich brauche, um den oder die passenden für mich zu finden. Fünf Fragen, die bei der Entscheidung helfen:

1. Wie viel Geld investieren Sie?
Je größer das verfügbare Kapital, umso mehr lohnt es sich, über eine Aufteilung in mehrere Fonds nachzudenken. Jeder Fonds hat schließlich seine eigene Anlagestrategie und investiert in unterschiedliche Märkte, Branchen und Unternehmen. Mit verschiedenen Fonds streuen Sie Ihr Risiko folglich ein zweites Mal – zusätzlich zur Streuung innerhalb der einzelnen Fonds. Das bedeutet aber nicht automatisch: „Je mehr Fonds, desto besser.“ Denn Auswahl und Verwaltung kosten Zeit und Geld – und das lohnt sich erst ab einer bestimmten Größenordnung. Außerdem müssen Sie beachten: Die Mindestanlage für Einmalbeträge in Fonds liegt bei uns bei 500 Euro.
 

2. Wie viel Erfahrung haben Sie?
Wenn Sie gerade ihr Depot eingerichtet haben und Ihr erstes Portfolio zusammenstellen, sollten Sie erst einmal mit wenigen Fonds beginnen. Für den Anfang ist es ratsam, eher in breit aufgestellte Anlagestrategien wie global investierende Aktienfonds, Mischfonds oder weit gefächerte Branchenfonds zu investieren. Grundsätzlich gilt: Je spezieller ein Fonds ausgerichtet ist, desto besser sollte man sich mit der betreffenden Branche, in der Region oder mit dem erfolgstreibenden Faktor auskennen, um keine bösen Überraschungen zu erleben. Zur Einordnung: Zwei bis drei breit aufgestellte Fonds können genügen, um ein Portfolio gut zu diversifizieren. Es kommt halt auf die richtige Auswahl an.
 

3. Wieviel Zeit bringen Sie mit?
Investieren kostet Geld oder Zeit: Entweder beauftragen Sie einen Verwalter damit, Ihr Portfolio für Sie zu pflegen, oder Sie investieren selbst Zeit, um ein Depot aufzubauen und zu überwachen. Dabei gilt: Je mehr Fondsanteile Sie besitzen, umso zeitaufwändiger ist es jeden einzelnen Fonds und dessen Wertentwicklung zu verfolgen. Sie sollten zumindest einmal monatlich einen Blick aufs Depot zu werfen und mindestens einmal pro Halbjahr jeden einzelnen Fonds genauer unter die Lupe nehmen. Bei zehn Minuten pro Fonds heißt das: Halten Sie zehn Fonds im Depot, sind Sie fast zwei Stunden beschäftigt.
 

4. Investieren Sie einen höheren Betrag auf einmal?
Wenn Sie über eine größere Anlagesumme verfügen, die Sie auf einen Schlag anlegen wollen, kann es sinnvoll sein, das Kapital direkt auf mehrere Fonds zu verteilen. Ob zwei, drei oder mehr Fonds richtig sind, hängt stark von der anzulegenden Summe, der Strategie und dem persönlichen Empfinden ab.
 

5. Oder wollen Sie regelmäßig sparen?
Wer laufend in einen Sparplan investiert, kann durchaus auch mit einem einzigen Fonds beginnen und später weitere Sparpläne hinzufügen. Denn beim regelmäßigen Kauf von Fondsanteilen mit einem gleich bleibenden Betrag haben Sie kein Timing-Problem. Sie investieren immer gerade so viel, wie der aktuelle Marktpreis hergibt. Das bedeutet: Bei niedrigen Kursen kaufen Sie automatisch mehr Anteile, bei höheren Preisen entsprechend weniger. Dadurch ergibt sich auf Dauer ein Durchschnittskosten-Effekt. Der Preis, den Sie unterm Strich zahlen, liegt dabei oft unter dem, den Sie beim Investment auf einen Schlag bezahlen. Die Zahl an Fonds im Depot wächst dann im Lauf der Zeit fast von allein, wenn Sie Sparpläne zwischendurch wechseln und erweitern und die Altbestände behalten. Auf dem Wege ergibt sich quasi automatisch eine immer breitere Streuung an Fonds im Depot.

Den richtigen Fonds-Mix finden

Und wie viele Fonds braucht man nun tatsächlich? Wie so oft im Leben lautet die Antwort: Es kommt darauf an. Wer sich selbst gut kennt und unüberlegten Anlageentscheidungen aus dem Weg geht, wird schnell den richtigen Mix für sein Depot finden. Ansonsten gilt dasselbe wie beim Einkauf im Supermarkt: Am besten machen Sie sich vorab Gedanken darüber, was Sie genau brauchen, und lassen sich nicht vom großen Angebot verführen. Informieren Sie sich, vergleichen Sie Preise und Qualität, bevor Sie zugreifen. 

Eine Möglichkeit, wie Sie schnell an passende Informationen und die richtigen Fonds kommen, sind unsere Anlageideen aus der Fidelity Select 50 Liste. Alle haben gemeinsam, dass unsere Experten sie sorgfältig geprüft und aus mehr als 7.000 in Deutschland verfügbaren Fonds ausgewählt haben. 

Eine weitere Alternative besteht darin, Ihr Kapital von dem internationalen Experten-Netzwerk Fidelity Wealth Expert anlegen zu lassen. Sie können diesen modernen und kostengünstigen Service bequem von jedem Ort aus abschließen. Die Experten managen Ihr Kapital professionell und zu fairen Preisen. Interessiert? Dann sprechen Sie gerne mit unserem Kundenservice.

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