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Brauchen Sie wirklich einen Fondsmanager?

Andreas Telschow

Andreas Telschow - Kundenservice

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Informationen über Märkte und Unternehmen sind im Internet frei verfügbar. Kann man sich da nicht selbst um die Auswahl von Wertpapieren kümmern – und sich die Kosten für einen Fondsmanager sparen?

" Im Internet erfahre ich alles, um selbst investieren zu können."

Internetportale wie Onvista.de liefern in Echtzeit die aktuellen Aktienkurse, und Konzerne stellen ihre Geschäftszahlen ins Netz – theoretisch hat jeder Zugriff auf relevante Finanzkennzahlen. Doch der Zugang zu Informationen allein reicht nicht aus. Anleger müssen sie auch korrekt interpretieren können. Für die Manager aktiver Fonds ist diese Analyse Alltagsgeschäft. Dabei hilft ihnen auch, dass sie über Jahre hinweg zahlreiche Erfahrungen gesammelt und tragfähige Netzwerke in der Unternehmens- und Finanzwelt aufgebaut haben. Denn insbesondere qualitative Informationen gibt es nicht einfach so im Netz.

Der Zugang zu Informationen ist außerdem nicht gleichzusetzen mit einer Erkenntnis. In sozialen Medien zum Beispiel verstecken sich Millionen von Datenpunkten – Nutzer kritisieren dort öffentlich die Qualität von Produkten oder den Kundenservice eines Unternehmens, äußern sich zu Preispolitik oder einer umstrittenen Werbekampagne. Diese Informationen stehen zwar jedem zur Verfügung, doch nur mit den richtigen, maßgeschneiderten Programmen können Sie diese sammeln und auf ihre Relevanz für den Aktienkurs hin interpretieren.

" Fondsmanager nutzen dieselben Finanzinformationen wie ich."

Die Informationsbasis von Fondsmanagern geht weit über die ihrer Kunden hinaus. Tatsächlich werden sie von zahlreichen Analysten unterstützt. Diese sind global vernetzt und beachten nicht nur die nackten Finanzzahlen, sondern auch Wertschöpfungsketten von Unternehmen und das Konsumverhalten ihrer Kunden. So können Fondsmanager auf aggregierte Daten über verschiedene Industriesektoren und Regionen zurückgreifen und kalkulieren, wie die Märkte in Zukunft aussehen werden.

" Jeder braucht eine Portion Glück, wenn er erfolgreich investieren will."

Am Kapitalmarkt ist jede Anlage einem gewissen Risiko ausgesetzt. Um dieses Risiko zu minimieren, wären Fondsmanager allerdings schlecht beraten, wenn sie auf einen Glücksgriff bei der Aktienwahl vertrauen würden. Vielmehr nutzen sie unter anderem ausgefeilte Analysetools. Dabei lassen Manager auch den Faktor Mensch nicht aus den Augen. Denn mit ihren teils irrationalen Entscheidungen beeinflussen Anleger die Bewertung von Aktientiteln. Das können die Profis ausnutzen, die eine klare Strategie verfolgen und einen kühlen Kopf bewahren.

" Ich weiß nie genau, was der Fondsmanager mit meinem Geld treibt."

Aktive Fondsmanager haben das Portfolio immer im Blick, um schnell auf veränderte Marktsituationen reagieren zu können. Davon berichten sie ihren Kunden transparent und regelmäßig, etwa in ihren Marktberichten. Bei ihrer Arbeit verlassen sie auch oft den Schreibtisch: Sie beraten sich mit Branchenexperten oder besuchen Unternehmen, die für zukünftige Investments interessant sein könnten. Das ist ein Vollzeitjob – so intensiv kann sich ein einzelner Investor allein wohl nicht um sein Portfolio kümmern.