Selbst gestandene Profis lassen sich zu Fehlentscheidungen verleiten, die Rendite kosten oder Risiken bergen. Dabei liegt die Lösung so nah: Wer die wichtigsten Verlustfallen kennt und versteht, kann sie ganz einfach meiden. Die Infografik zeigt, wie das geht.

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Verlustangstfalle

Viele Menschen plagen Verlustängste. Das ist sogar wissenschaftlich belegt: So konnte der US-Psychologe und Nobelpreisträger Daniel Kahneman in vielen Experimenten nachweisen, dass Menschen lieber einen kleinen sicheren Gewinn mitnehmen, als auf größere Gewinne zu spekulieren mit der Unsicherheit, leer auszugehen. Das Risiko, Geld zu verlieren, gehen die meisten sogar nur dann ein, wenn sie dafür die Aussicht auf eine doppelt bis viermal so hohe Gewinnchance haben. Rational oder mathematisch betrachtet ist das unsinnig. Forscher vermuten aber, dass unsere eigene Entwicklungsgeschichte der Vernunft im Wege steht: Unter Jägern und Sammlern war es nämlich durchaus lebensklug, auch einmal auf Jagderfolge zu verzichten, wenn dabei auch nur die geringe Gefahr bestand, von wilden Tieren getötet zu werden. Heutzutage führt dieser alte Instinkt in die Irre: Er verführt zu Fehlentscheidungen, im schlechtesten Falle lähmt die Verlustangst Anleger. So entgehen ihnen attraktive Ertragschancen, weil sie Risiken zu hoch bewerten.

Wachstumsfalle

Steht ein Unternehmen oder eine Branche in voller wirtschaftlicher Blüte, sind Investitionen verführerisch. Doch übersetzen sich gute Geschäfte nicht unbedingt in üppige Renditeaussichten – anders als es Anleger erwarten. Denn in guten Jahren klettern mit steigenden Erwartungen der Anleger auch die Preise. Dreht dann der Trend und das Expansionstempo verlangsamt sich, dann droht ein umso größerer Wertverlust. Ganz anders verhält es sich in schrumpfenden Märkten oder kriselnden Branchen. Hier können Anleger nicht nur von bescheideneren Wachstumserwartungen ausgehen, sondern auch auf den kommenden Aufschwung spekulieren. An Börsen wird eben nicht das Heute gehandelt, sondern das Morgen. 

Heimatfalle

Privatanleger investieren oft am liebsten dort, wo sie sich heimisch fühlen: Im eigenen Land, in Unternehmen, die sie aus dem Beruf oder aus dem Privatleben kennen oder deren Produkte sie mögen. Das ist nicht unbedingt falsch, denn wer eine Anlage tätigt, sollte wissen, was er kauft. Aber die Heimatliebe kann auch zur Falle werden: „Home Bias“ heißt das Phänomen, wenn ein einzelner Markt auf einmal ein ganzes Anlagedepot dominiert. Das ist aus zwei Gründen problematisch: Erstens kostet Patriotismus Rendite, weil einem die Chancen auf ferneren Märkten entgehen - man denke etwa an die großen US-amerikanischen Technologiekonzerne. Zweitens ist es riskant, sich als Investor mit besonders großem Interesse auf ein einziges Land oder eine einzelne Branche zu stürzen. Denn bricht dort die Wirtschaft oder die Auftragslage ein, ist das ganze Depot in Gefahr. Die kluge Alternative lautet: Streuen, streuen, streuen. 

Innovationsfalle

In ihrer Begeisterung für Neues zahlen Investoren oft einen zu hohen Preis. Ob bei der Dotcom- oder der Bitcoin-Blase, immer wieder rennen Anleger Innovationstrends hinterher, die sich womöglich als gar nicht so stabil herausstellen wie gedacht. Auch wenn neue Technologien großes Potenzial haben mögen, können Aktien im Hype schnell überteuert sein, Gewinnerwartungen überzogen. Dazu kommt: Gerade die aktuell so schnell wachsenden Branchen wie Technologie oder Medizin verändern sich nicht nur rasant und sind teilweise hart umkämpft. Für Laien ist oft auch gar nicht verständlich, was die Unternehmen eigentlich genau tun. Ist das der Fall, sollten alle Warnzeichen blinken - und Anleger sollten ihr Geld besser Experten anvertrauen, die sich mit den Technologietrends und aussichtsreichen Unternehmen auskennen.

Gebührenfalle

Kosten schmälern die Rendite - das ist grundsätzlich klar. Trotzdem ist nicht immer einfach zu entscheiden, ob sich eine Anlageentscheidung auch nach Kosten noch auszahlt. Zudem fallen jedes Mal neue Order- und Transaktionsgebühren an, wenn Anleger Wertpapiere kaufen oder verkaufen. Damit am Ende nicht nur der Verkäufer glücklich ist, informieren Investoren sich besser vorab über alle Kaufs- und Verkaufsgebühren, die bei der Geldanlage anfallen. Bei Investmentfonds schlagen zudem Management und Administration zu Buche. Der Kostenrechner von Fidelity schafft hier vorab Klarheit. Dazu kommen Depotgebühren, die indes auch wegfallen können, beispielsweise ab einer bestimmten Größe erreicht. Schließlich können auch noch Steuern anfallen. Hier gibt es immerhin eine gute Nachricht: Gebühren fallen immer an. Steuern zahlt dagegen nur, wer auch Gewinne erwirtschaftet. 

Wichtige Informationen

Dies ist eine Werbemitteilung. Die hier gezeigte Grafik dient rein illustrativen Zwecken und ist keine Aufforderung zum Kauf eines oder mehrerer Fonds bzw. anderer Produkte. Eine Anlageentscheidung sollte in jedem Fall auf Grundlage der wesentlichen Anlegerinformationen, des letzten Geschäftsberichtes und – sofern nachfolgend veröffentlicht – des jüngsten Halbjahresberichtes einzelner Fonds getroffen werden. Diese Unterlagen sind die allein verbindliche Grundlage des Kaufes und können kostenlos bei der jeweiligen Fondsgesellschaft oder bei der FIL Fondsbank GmbH, Postfach 11 06 63, 60041 Frankfurt am Main oder über https://direct.fidelity.de/ angefordert werden. Diese Information darf ohne vorherige Erlaubnis weder reproduziert oder veröffentlicht werden. Fidelity, Fidelity International, das Fidelity International Logo und das F Symbol sind Marken von FIL Limited und werden mit deren Zustimmung verwendet. Wertentwicklungen in der Vergangenheit sind keine Garantie für zukünftige Erträge.

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